Monate: Juli 2015

Hoteltipp: Das Hanse Hotel in Attendorn

Zugegeben, wenn ich an das Sauerland denke, dann kommen mir Hügel, grüne Wiesen und kleine Ortschaften in den Sinn. So ganz verkehrt ist das auch nicht. Attendorn z.B. hat gerade mal knappe 25.000 Einwohner. Trotzdem wirkt die Stadt keineswegs verschlafen oder wie ausgestorben. In der Fußgängerzone tummeln sich Menschen jeder Altersklasse. Das hat Attendorn bzw. das Sauerland u. a. den vielen (Maschinenbau-)Unternehmen zu verdanken, die sich hier – meist schon vor langer Zeit – angesiedelt haben. Und an Standorten wichtiger Unternehmen gibt es in der Regel auch Geschäftsreisende, die für eine oder auch mehr Nächte eine Unterkunft benötigen. Nicht nur für solche Besucher bietet sich das Hanse Hotel an.

Alles Käse? Wie der Käse in die Atta-Höhle kommt

Schon als sich die Tür der kleinen Atta-Käserei in Attendorn öffnet, kommt uns der typische Käsegeruch entgegen. Das Gebäude ist noch recht neu und befindet sich am Fuße der bekannten Atta-Höhle. Wie die Käserei und die Tropfsteinhöhle zusammenhängen, wird uns gleich Käsemeister Karl Schöben erzählen. Doch erst bekommen wir einen weißen Kittel, den wir in der Käserei tragen müssen. Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen, denn schon bei meinem ersten Sauerlandbesuch haben wir uns in einen Kittel gehüllt. Nur war er damals blau und wurde durch einen Helm ergänzt. Vorerst wollen wir heute aber über Tage bleiben und benötigen keinen Kopfschutz.

Die vielen Gesichter von Baden bei Wien

Während ich den Erzählungen unserer Gästeführerin zuhöre, taucht plötzlich ein Gedanke in mir auf: Unserem Karl hätte es in Baden bei Wien sicher auch gefallen! Immerhin handelt es sich um eine Kaiserstadt mit Thermalquellen. Doch Baden war und ist nicht nur für Kaiser Franz I. und zahlreiche Kurgäste bedeutend. Auch der ein oder andere Komponist ist eng mit der österreichischen Kleinstadt verbunden. Sissi kam ebenfalls regelmäßig von Wien aus hierher – zu Fuß. Die Trendsetterin war damals eine der ersten, die einen Spaziergang durch den Wienerwald schätzte. Ganz im Gegensatz zu ihren Hofdamen, die alle Mühe hatten mit ihrer sportlichen Kaiserin Schritt zu halten.

Und Action! – Wandern und Mountainbiken in Baden bei Wien

Als wir uns um 10:00 Uhr an der Tourist Information mit unserem Wanderguide Günther treffen, flüchten wir sofort in den Schatten. Schon jetzt haben wir gefühlt die 30°C-Marke geknackt und Baden bei Wien wird zur Sauna. Der ein oder andere von uns fragt sich sicherlich gerade, ob es so schlau ist, ausgerechnet bei diesem Wetter wandern zu gehen statt sich faul ins Strandbad oder an die Schwechat zu legen. Ich hingegen muss an den Rest unserer Truppe denken, der sich bereits vor einer Stunde auf die Mountainbikes geschwungen hat und sich irgendwo im Wiener Wald abstrampelt. Jetzt beginnt auch für uns das Aktivprogramm. Wir werden dankenswerterweise noch alle mit Getränken versorgt und stiefeln dann am Thermalbad vorbei Richtung Wald.

„Gib schon her den Schmarrn!“ – Eine ganz besondere Show in Baden bei Wien

Kein Wunder, dass der österreichische Kaiser Franz I. jedes Jahr zur Sommerfrische nach Baden bei Wien kam. Schließlich kann man hier das Leben so richtig genießen – in unserem Fall sogar bei absolutem Kaiserwetter. Zwar kann das noch heute erhaltene Kaiserhaus in Größe und Prunk nicht annähernd mit Schloss Schönbrunn in Wien mithalten, doch hatte der Kaiser hier alles, was er brauchte. Dazu zählte auch eine Hofbackstube, in der aktuell Herwig Gasser „Süßes vom Feinsten“ zaubert. Als wir den Innenhof des Kaiserhauses von der Hitze ermattet betreten, stehen die Zutaten für den Kaiserschmarrn, dessen Herstellung uns Herwig Gasser gleich präsentieren wird, schon bereit. Gespannt warten wir auf den Start der Kaiserschmarrnshow.