Monate: Juli 2014

Es wird Zeit für eine 40-vor-40 Liste

Zweitausendvierzehn – für mich bisher ein richtig tolles Jahr. Ich war in Hamburg, Berlin, mehrfach in den Niederlanden, Barcelona und Belgien. Zweimal schlüpfe ich in diesem Jahr in die Rolle der Trauzeugin und insgesamt tanze ich auf fünf Hochzeiten. Dann wäre da noch die unglaublich aufregende WM mit einem noch viel unglaublicherem Ausgang; endlich haben wir es wieder geschafft, Weltmeister zu werden. Heute dreht sich alles um eine ganz persönliche Sache: Da ist sie also nun, die 30!

Das Deutsche Bergbaumuseum Bochum gaukelt seinen Gästen gerne etwas vor

Mein Blick fällt sofort auf den nackten Männerhintern direkt vor mir. Er gehört zu einem Bochumer Bergmann. Sein Ziel ist die Sammeldusche, in der sich seine Kumpel bereits den Dreck vom Körper waschen. Ihre Kleidung hängt direkt über mir an der Hallendecke. Das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum hat es tatsächlich geschafft, mich schon in der Eingangshalle davon zu überzeugen, dass hier ganz viel Liebe zum Detail herrscht und alles so realistisch wie möglich gestaltet ist. Voller Vorfreude besorgen wir uns unter Vorlage unserer RUHR.TOPCARD zwei Eintrittskarten und erwiedern das freundliche „Glück auf!“. Ab jetzt geht es erst mal abwärts.

Heute schiebe ich eine Extraschicht

Und zwar in Bochum. Janett hat es doch noch rechtzeitig geschafft, in den Zug zu hechten, der uns in den Pott bringen soll. Nach einer kurzen Verschnaufpause beginnen wir, unsere Planungen zu konkretisieren. Wir wollen das volle Pottprogramm: Kulinarik, Kultur und Kult! „Mehr als drei, vier Spielorte sollten wir uns allerdings nicht vornehmen“, rät Janett. Im Gegensatz zu ihr bin ich ein richtiger Extraschicht-Neuling und gespannt, was mich erwartet. Es ist gar nicht so einfach, aus dem  vielfältigen Programm einen Bruchteil zu wählen, doch während wir in den Hauptbahnhof Bochum einfahren, haben wir unseren ganz persönlichen Extraschicht-Plan im Kopf.

Fernweh und so auf Trabi-Safari durch Ostberlin

Aufgrund unseres bunten Bullis inklusive Hochdach sind wir es durchaus gewohnt, dass wir hin und wieder die Aufmerksamkeit der Passanten auf uns lenken, sobald wir uns ihnen knatternd nähern. Doch was passiert, wenn eine Horde Trabis im Gänsemarsch durch Berlin donnert, ist unglaublich. Während ich immer wieder versuche, meine Beine in dem engen Fußraum bequem unterzubringen, werden draußen die Kameras gezückt. Lächelnd winken uns Touristen und Berliner – ich vermute, dass es mehrheitlich Touristen sind – zu. Wir sitzen in einer von sieben Rennpappen und erleben eine etwas andere Stadtführung durch Ostberlin.