Monate: Dezember 2013

Fernweh und so 2013: Öcher Geschichten, Deutschlandreisen und ein Sprung über den großen Teich

„Ungerade Jahre sind gute Jahre!“ höre ich einen guten Freund des Öfteren sagen. Mein Gegenargument ist dann immer die fehlende Fußballmeisterschaft, doch in diesem Jahr stimme ich ihm uneingeschränkt zu. 2013 war wirklich ein gutes Jahr! Ein Jahr voller schöner Momente in Aachen, Deutschland und sogar in New York. Ein gutes Jahr für meinen heißgeliebten Reiseblog und ein gutes Jahr für mich persönlich. Heute möchte ich mich gemeinsam mit euch noch einmal an all die schönen Orte zurückträumen und auch einen Blick auf die 30-vor-30-Liste werfen.

Gebrauchsanweisung für Aachen: Der Teufel steckt im Detail

Wer sich mit Aachener Sagen und Legenden beschäftigt, dem wird stets auch der Teufel oder Krippekratz – denn so wird er in Aachen genannt – begegnen. Der gehörnte Lump hat den Aachenern nicht nur den Weg zum lang verschollenen Printenrezept gewiesen, sondern noch so einiges mehr in der Kaiserstadt erlebt. Eines haben all diese Geschichten gemeinsam: Am Ende hatte immer der Teufel das Nachsehen, denn die klugen Aachener schafften es stets, ihn zu überlisten und davon zu jagen. Irgendwann scheint er es aufgegeben zu haben oder aber die Aachener benötigten seine Dienste nicht mehr – jedenfalls ist er schon lange nicht mehr hier aufgetaucht…

Auch im Nieselregen die schönste Zeche der Welt: Zollverein

„Wenn ich komisch gucke, liegt das nicht an Ihnen, sondern an meinem Hexenschuss!“ versichert uns die Touristenführerin, die mich ein bisschen an Gerburg Jahnke erinnert, vor allem wenn sie lacht. Und trotz ihres Hexenschusses lacht unsere Gerburg ziemlich oft. In den nächsten zwei Stunden wird sie uns den Weg der Kohle auf Zeche Zollverein erläutern und uns von so mancher Kuriosität rund um die „Schönste Zeche der Welt“ erzählen. Ich beschließe, dass das usselige Wetter in Essen ganz gut zum Zechenflair passt und bin am Ende doch froh, als die zwei Stunden um sind. Das liegt aber ganz und gar nicht an Zollverein und an Gerburg erst recht nicht.

Winzerglühwein vor alten Gemäuern und weitere Highlights des Aachener Weihnachtsmarktes

Es geht mit großen Schritten auf das zweite Adventswochenende zu, an dem Aachen wieder aus allen Nähten platzen wird – so wie an so ziemlich jedem Tag der Vorweihnachtszeit. Und wenn die Touristen ihre Einkäufe, die sie kistenweise aus dem Lindt Werksverkauf zu den Bussen schleppen, alle selbst vernichten, dann wird sie sicher bald das gleiche Schicksal ereilen. Die Stadt steckt in diesen Tagen voller weihnachtlicher Vorfreude: süße Düfte, stimmungsvolle Klänge, glänzende Lichter und freudig strahlende Gesichter. Für meinen Geschmack fehlt nur noch ein Hauch von weißem Puder auf den Dächern, um die Stimmung perfekt zu machen.