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An einem Tag durch acht Länder und Klimazonen wandern – Das Klimahaus Bremerhaven macht es möglich

Ich liebe warmes Klima, aber wenn ich mich nicht mit Flüssigkeit und Zucker versorgen kann, dann spielt mein Kreislauf mir gerne mal einen Streich. Und außerdem bin ich heute für einen Wüstenbesuch auch eher unpassend gekleidet. Also versuche ich, Niger möglichst schnell hinter mir zu lassen. Ich schlage mich durch einen kleinen Teil Kameruns und folge den Schildern, die mich an einen Ort mit niedrigeren Temperaturen, Getränken und süßen Backwaren bringen: Die Cafeteria im Klimahaus Bremerhaven. Nach einer kurzen Verschnaufpause bin ich dann auch bereit, die fünf Länder bzw. Klimazonen zu erkunden, die noch vor uns liegen. Doch fangen wir von vorne an…

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Am späten Vormittag starten wir unsere Reise in Bremerhaven. Wir folgen heute Axel Werner auf seinem Weg durch acht Klimazonen – immer entlang des Längengrades 8° 34′ Ost, auf dem auch Bremerhaven liegt. Mit dem Zug geht es ins Nachbarland Schweiz, genauer in das Alpendorf Isenthal. Bei einer kleinen Wanderung tragen wir uns ins Gipfelbuch ein und fahren mit einer abenteuerlich anmutenden Gondel wieder ins Tal hinab.

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Am Ende der Gondelfahrt erwartet uns allerdings kein schweizer Alpental, sondern die Mittelmeerinsel Sardinien. Hier müssen wir uns wie ein Insekt durch hohe Grashalme schlagen, vorbei an Getränkedosen und Artgenossen. Die lebenden Exemplare befinden sich hinter Glasscheiben und können aus sicherer Entfernung bestaunt oder angewidert beäugt werden.

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Kurz darauf betrete ich das erste Mal in meinem Leben eine Wüste. In Niger knallt die Sonne unbarmherzig vom Himmel, die trockene Hitze bringt meinen Kreislauf schon nach kurzer Zeit durcheinander. Schatten? Fehlanzeige! Zum Glück befindet sich aber in unmittelbarer Wüstennähe das Café Südwärts.

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Habe ich eben noch nach Wasser verlangt, finde ich das nasse Element im nächsten Land im Überfluss vor. Langsam wandern wir durch die Flusslandschaft Kameruns und beobachten die vielen bunten Fische. Das Klima ist warm und feucht, doch nach unserer kleinen Verschnaufpause kann es mir und meinem Kreislauf nichts anhaben. Ich schaffe es sogar unfallfrei über die Hängebrücke und den steinigen Weg durch den Fluss.

Und dann schlägt das Klima so richtig um. Obwohl in der Antarktis zurzeit Sommer ist, liegen die Temperaturen deutlich unter 0°C. Bin ich froh, dass ich in dem Zelt, das vor uns im Schnee steht, nicht schlafen muss. Der Weg durch das ewige Eis ist kurz, trotzdem kommt mir die Forschungsstation gerade recht. Hier können wir uns wieder aufwärmen.

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In Samoa hingegen fühle ich mich so richtig wohl. Es ist angenehm warm und nicht zu feucht. Ich könnte ewig auf der Bank vor der kleinen Kirche sitzen und aufs kristallklare Wasser schauen. Ab und zu taucht einer der bunten Fische auf. Besonders gut beobachten lassen sie sich eine Etage tiefer durch riesige Glasscheiben.

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Wir machen einen kleinen Zwischenstopp in Alaska und kehren dann nach Deutschland zurück. Doch bevor unsere Reise am Ausgangspunkt Bremerhaven endet, besuchen wir noch die Hallig Langeneß. Auf einem kleinen grünen Flecken warten ein paar Kinder gespannt auf die Flut. Langsam kriecht das Wasser näher an die Knirpse heran, zieht sich aber wieder zurück, bevor jemand nasse Füße bekommen kann.

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Über die Schienen der Lorenbahn gelangen wir schließlich wieder ans Festland und stehen plötzlich in der Wohnung von  Axel Werner, der einst aufbrach, um acht Klimazonen zu erkunden – für sich selbst, für das Klimahaus und für so neugierige Besucher wie uns.

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Ihr wollt auch einmal entlang des Längengrades 8° 34′ Ost auf Entdeckungstour gehen? Immer aktuelle Infos zum Klimahaus findet ihr hier.

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