{Jessi entdeckt} – Das süße Nichtstun in Baden bei Wien

Ich hätte mein Leben nicht geglaubt,

dass ich so faul sein könnte, wie ich es hier bin.“

Dieses Zitat von Ludwig van Beethoven über Baden bei Wien begegnet mir an meinem Wochenende in eben jener österreichischen Kleinstadt nicht nur einmal. Gemeinsam mit acht weiteren Reisebloggerinnen und ihren Begleitungen tue ich es dem berühmten Komponisten gleich und genieße das süße Nichtstun. Baden macht es uns mit seinen vielen Leckereien und seiner entspannten Atmosphäre auch recht leicht, sich einfach mal treiben zu lassen und das Leben zu genießen.

Jessi beim Picknick (1 von 1)

Wir wollen nicht gleich von Sünde sprechen…

Unser Wochenende startet mit einem genussvollen Abend im Casino Baden, dem größten Casino Europas. Schon die alte Trinkhalle, in der sich das Etablissement seit 1969 befindet, ist eine Augenweide und auch unsere kleine Gruppe hat sich in Schale geworfen. Begrüßt werden wir stilecht bei einem Sektempfang auf der Terrasse. Es ist heiß und heute Mittag habe ich lediglich einen Eisbecher gegessen, also bin ich unter den ersten, die bei den Worten „Das Buffet ist eröffnet!“ in das kühle Gebäude huschen.

Casino (1 von 1)

Bulli am Casino (1 von 1)

Brunnen am Casino (1 von 1)

Nach einem vorzüglichen Viergängemenü inklusive Weinbegleitung bin ich mehr als satt und könnte direkt ins Bett fallen. Doch jetzt gehts erst richtig los: Das Glücksspiel ruft. Da es mein erster Casinobesuch ist, bin ich froh, dass wir an einem Extratisch eine Einweisung ins Roulette bekommen. Am Anfang scheint es gar nicht so kompliziert zu sein, doch irgendwann kann ich dann doch nicht mehr folgen. Ein Blick in die Gesichter meiner Mitspieler verrät mir, dass es ihnen ähnlich geht. Letztendlich entscheidet aber sowieso das Glück.

Dinnertische (1 von 1)

Roulette (1 von 1)

Spielerklärung (1 von 1)

Etwas zaghaft setzen die ersten ihre goldenen Jetons, von denen wir jeweils zwei zur Verfügung haben. Einige stehen schon nach der zweiten Runde ohne Jetons da und verabschieden sich, andere räumen ordentlich ab. Nachdem ich mir das Ganze eine Weile angesehen habe, setze auch ich meinen ersten Jeton. „Immer auf Rot setzen!“ riet mir heute jemand auf Twitter. Von wegen – schwarz! Weg ist der erste Jeton. Beim zweiten Mal habe ich mehr Glück und als „unser“ Tisch geschlossen wird, stehe ich wieder mit zwei Jetons da, von denen einer im Spieltisch landet: Trinkgeld für den Croupier.

Eine ganze Stadt in Weiß

Die Badener scheinen gerne und viel zu feiern, denn immer wieder schwärmt man uns von den unterschiedlichsten Festen vor. So stand vor Kurzem erst die Rosenblüte im Fokus der feiernden Stadt und an diesem Wochenende präsentiert sie sich und ihre Einwohner wie Zugereisten ganz in Weiß. Bereits zum vierten Mal findet Baden in Weiß statt und ich bin wirklich überrascht, dass sich (fast) alle Badener und Touristen an das Motto halten. Das ist ein bisschen wie Karneval, nur in Weiß…

Baden in Weiß (1 von 1)

Bevor auch wir uns ins Getümmel stürzen müssen wir uns natürlich stärken. Und was wäre sommerlicher, als ganz in Weiß an einer langen Tafel im Freien zu speisen? In diesen Genuss kommen wir im Heurigen Ceidl. Wir werden mit regionalen Leckereien und Weißwein vom eigenen Weingut versorgt. Mit Freude fülle ich mir meinen Teller mit Schnitzel und Kartoffelsalat, denn darauf habe ich mich schon vor meiner Reise nach Österreich gefreut.

Baden bei Nacht (1 von 1)

Casino bei Nacht (1 von 1)

Anschließend sitze ich mit meinem Freund am Mühlbach, genehmige mir ein Bierchen und lausche der Coverband, die auf einer Bühne am Josefsplatz die weiße Menge zum Jubeln bringt. Kann nicht immer Sommer sein?

Weitere Eindrücke von Baden in Weiß gibt es bei Elena.

Von Feenbäumen, duftenden Rosen und blauen Picknickdecken

Bei unserem Frühstück am Sonntagmorgen im Hotel Admiral muss ich mich zwingen, bloß nicht zu viel zu essen. Ein Blick auf das Programm verrät mir nämlich, dass wir uns um 11:00 Uhr zum Picknick im Rosarium treffen. Ich tröste mich damit, dass ich morgen noch einmal die Gelegenheit habe, ein letzten Mal das abwechslungsreiche Frühstücksbuffet zu genießen.

Picknick (1 von 1)

Im Rosarium treffen wir unsere bunte Truppe vor einem der ältesten Bäume in Baden wieder – der „Feenbaum“ ist bereits über 200 Jahre alt. Wir umrunden ihn, passieren einige Rosenbeete und nähern uns einer schattigen Rasenfläche, auf der bereits ein paar blaue Picknickdecken drappiert sind. Darauf finden wir regionales Gemüse, Käse, Schinken, Brot und leckere Dips. Das Picknick nutzen wir noch einmal für ausführliche Gespräche, denn hier endet unser Programm und von den meisten müssen wir uns in Kürze verabschieden.

Sektchen beim Picknick (1 von 1)

Ihr wollt auch einmal Genuss und Lebensfreude pur in Baden erleben? Kein Problem, die prall gefüllten Picknickkörbe könnt ihr von April bis Oktober bei den örtlichen Gastronomen bestellen.

Die blauen Picknickdecken wurden von uns dann noch für den Rest des Tages in Beschlag genommen und haben uns ins Strandbad bzw. an die Schwechat begleitet – zum süßen Nichtstun.

Noch mehr Berichte vom süßen Nichtstun in Baden gibt es bei Wieder Unterwegs, City Sea Country, Over the top und Creativ Elena.

Natürlich waren wir in Baden nicht nur faul. Auch Beethoven war es nicht. Doch davon später mehr…

Vielen Dank an Casino Urlaub Österreich, Tourismus Baden und das Hotel Admiral für die Einladung nach Baden. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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4 Kommentare

  1. Das hört sich wirklich nach einer entspannten Zeit an! Freu‘ mich schon, Dich nächste Woche endlich kennenzulernen! Bis dahin!!!

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